Die Arbeit steckt in den Fragen, nicht im Aufbau
Drei der sechs Spiele brauchen Fragen über die Hauptperson, und die kann man nicht am selben Abend erfinden. Schreibt eine Woche vorher an zwei oder drei Leute aus dem engeren Kreis und sammelt je fünf Antworten ein: erste Wohnung, schlimmster Urlaub, welches Lied sie im Auto mitsingt.
Zwanzig Fragen sind genug für den ganzen Abend. Wer mit fünf anfängt, steht nach dem zweiten Spiel ohne da.
Der Rest ist in zwanzig Minuten aufgebaut. Karteikarten beschriften, Becher hinstellen, Häppchen abdecken.
Warum die Schuhe am Anfang stehen
Beim Schuhsalat steht jeder einmal auf und fasst die Schuhe von jemandem an, den er vielleicht zum ersten Mal sieht. Bei einem JGA kommen zwei Freundeskreise zusammen, die sich nicht kennen, und genau da hakt der Abend sonst: Die einen sitzen links, die anderen rechts, und um halb elf redet immer noch niemand über Kreuz.
Zehn Minuten Schuhe lösen das besser als eine Vorstellungsrunde.
Die Häppchen sind der Punkt, an dem es kippen kann
Beim vierten Spiel isst die Hauptperson etwas, wenn sie eine Frage falsch beantwortet. Legt vorher fest, was in der Schale liegt, und haltet euch daran: saure Gurken, Sardellen, sehr scharfe Soße. Nichts, was jemand nicht verträgt, und nichts, was hinterher schlecht bekommt.
Fragt vorher nach Allergien, und zwar bei allen, nicht nur bei der Hauptperson — mitgegessen wird immer.
Wer es milder will, tauscht Essen gegen eine Aufgabe: eine Sprachnachricht an die Schwiegermutter, ein Lied am Fenster.
Punkte, die am Ende etwas bedeuten
Ein Punkt je gewonnenem Spiel, das Quiz zählt doppelt — dann steht der Sieger erst im letzten Spiel fest, und niemand hängt ab der Hälfte durch.
Der Preis ist keine Flasche, sondern eine Entscheidung: Wer gewinnt, bestimmt, womit der Abend endet. Das kostet nichts und ist die einzige Wertung, an die sich hinterher noch jemand erinnert.
Zwei Stunden sind das Maximum
Nach dem sechsten Spiel hört ihr auf, auch wenn noch Ideen da sind. Ein Abend, der mit einem Spiel zu früh endet, bleibt als guter Abend in Erinnerung; einer, der eins zu lange dauert, als der, bei dem die Hälfte schon aufs Handy geschaut hat.
Wenn ihr danach noch losziehen wollt, plant die Spiele auf sieben Uhr. Zwei Stunden Wohnzimmer, dann Taxi.






