
Verräter und Getreue
Eine kleine Gruppe weiß heimlich Bescheid und schaltet jede Nacht jemanden aus. Die große Gruppe weiß nichts und muss am Tisch herausfinden, wer dazugehört. Gebraucht werden nur Zettel und genügend Leute.
- Mitspielende
- 6–18
- Spieldauer
- 60 Min.
- Vorbereitung
- 10 Min.
- Schwierigkeit
- Mittel
- Ort
- Drinnen
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So läuft das Spiel
Rollen verteilen
Schreibt so viele Zettel wie Mitspielende. Bei acht Personen zwei mit „Verräter", der Rest „Getreue"; bei zwölf drei Verräter, bei sechzehn vier. Faltet sie, mischt sie, jeder zieht einen und sieht ihn heimlich an.
Die erste Nacht
Alle schließen die Augen. Die Spielleitung bittet die Verräter, die Augen zu öffnen — so lernen sie einander kennen. Danach schließen sie wieder. Das ist der einzige Moment, in dem sie sich sicher erkennen.
Nacht: jemanden ausschalten
Bei geschlossenen Augen zeigen die Verräter stumm auf eine Person und müssen sich einig werden. Die Spielleitung merkt sich den Namen. Alle öffnen die Augen, der Name wird genannt.
Tag: der Runde Tisch
Jetzt wird geredet. Wer war auffällig still, wer zu eifrig, wer hat wen verteidigt? Gebt der Runde eine feste Zeit — zehn Minuten bei acht Personen, fünfzehn bei mehr —, sonst zerfasert sie.
Abstimmen
Auf ein Kommando zeigen alle gleichzeitig auf eine Person. Gleichzeitig ist wichtig: Nacheinander stimmen die Leute mit der Mehrheit, und das Spiel verliert seinen Reiz.
Auflösen
Die Person mit den meisten Stimmen deckt ihre Rolle auf und scheidet aus. Dann beginnt die nächste Nacht. So geht es weiter, bis eine Seite gewonnen hat.
Die Regeln auf einen Blick
- Die Verräter kennen sich untereinander, die Getreuen kennen niemanden.
- Nachts schalten die Verräter gemeinsam eine Person aus; wer ausgeschaltet ist, spielt nicht weiter und sagt nichts mehr.
- Tagsüber wird offen geredet und am Ende abgestimmt; wer die meisten Stimmen hat, scheidet aus.
- Bei Stimmengleichheit wird nur zwischen den Betroffenen erneut abgestimmt; bleibt es gleich, scheidet niemand aus.
- Wer ausscheidet, deckt seine Rolle auf — das ist die einzige verlässliche Information im Spiel.
- Die Getreuen gewinnen, sobald alle Verräter enttarnt sind. Die Verräter gewinnen, sobald sie in der Überzahl oder gleich stark sind.
Wie viele Verräter bei wie vielen Leuten
Ungefähr ein Viertel der Runde sollte auf der Verräterseite stehen. Zu wenige, und sie werden erdrückt; zu viele, und die Getreuen haben keine Chance.
| Mitspielende | Verräter |
|---|---|
| 6–7 | 2 |
| 8–11 | 2–3 |
| 12–15 | 3 |
| 16–18 | 4 |
Rechnet mit fünf bis zehn Minuten pro Runde. Eine Partie zu acht dauert etwa eine Stunde, zu sechzehn deutlich länger — plant den Abend danach.
Die Spielleitung spielt nicht mit
Das ist der häufigste Fehler. Wer die Nächte moderiert, weiß alles und kann nicht ernsthaft mitraten. Nehmt jemanden, der ohnehin lieber zuschaut, oder lasst die erste ausgeschiedene Person übernehmen.
Was das Spiel gut macht
Es fällt auseinander, wenn zu viel Zeit vergeht, in der niemand etwas sagt. Zwei Kunstgriffe helfen:
Reihum sprechen lassen. Jede Person sagt einen Satz, bevor frei diskutiert wird. Damit ist niemand unauffällig, weil alle etwas sagen mussten.
Ausgeschiedene bleiben am Tisch, aber stumm. Sie zu Hause zu schicken, halbiert die Runde. Sie zuschauen zu lassen, hält den Tisch voll — solange klar ist, dass kein Ton mehr kommt, auch kein Grinsen im richtigen Moment.
Woher das Spiel kommt
Das Grundprinzip ist alt und unter vielen Namen bekannt; die Fernsehfassung bei Die Verräter hat es einem großen Publikum bekannt gemacht und um Schutzschilde, Missionen und einen nächtlichen Rat der Verräter erweitert. Für zu Hause braucht es diese Zusätze nicht — sie sind die Antwort auf ein Problem, das nur das Fernsehen hat: dass eine Sendung mehrere Wochen tragen muss.
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